Assoziatives und verbindendes Lernen

Das Wort Lernen ist etymologisch u.a. mit den Wörtern „lehren“ und „List“ verwandt. Es gehört der Wortgruppe „leisten“ an, welches ursprünglich „einer Spur nachgehen, nachspüren, schnüffeln“ bedeutet. Im Gotischen heißt lais „ich weiss“, bzw. „ich habe nachgespürt“ und laists für „Spur“. Die indogermanische Wurzel *lais- bedeutet „Spur, Bahn, Furche“.

Die wesentlichen Eigenschaften des natürlichen Lernens und des natürlichen Lebens sind nachforschend, nachspürend, Raum-gebend, mit Leichtigkeit, erfolgend und gemeinschaftlich – so lernen und leben zu dürfen ist ein großes Geschenk. Als Kinder durften wir diese Art zu leben frei genießen, es war ganz natürlich – doch heute scheint alles ganz anders zu sein…

Assoziatives und verbindendes Lernen bringt uns dazu, das natürliche Lernen wieder zu aktivieren und mit dem bildenden Lernen zu verbinden.

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 Die Elemente des natürlichen Lernens:

Schritt für Schritt…

  • Nachforschen
    Wissen wird nicht vermittelt sondern in der Gruppe erforscht
  • Nachspüren
    Das Erlernte wird, egal ob verstanden oder nicht, sofort weitergegeben
  • Raum geben
    Alles, was gesagt wird, stimmt
  • Leichtigkeit
    es gibt keine Fehler
  • Erfolgen
    Es wird ständig fortgesetzt, es gibt kein Ende
  •  der natürlichen Struktur folgen
    die Natur und das Leben gibt es vor …
    mit, stets für etwas, im Guten, strukturiert, lebendig mit Freude
  • Gemeinschaftlich
    zwei Augen sehen gut, vier sehen mehr, sechs noch mehr …
  • Beteiligt und beteiligen lassen
    offen und befreit
  • Weitergeben und Feiern
    sinnvoll und erfüllt